Historie von Schloss Liebieg

Der Ursprung der Niederburg, heute inmitten des Ortsteils Gondorf gelegen, fällt zusammen mit dem ersten Auftreten des trierischen Ministerialgeschlechtes "de Contrave" (Gondorf).
Der erste uns bekannte Bewohner dieser Burg war der Ritter Engelbertus de Contrave (1158-1160).

Dieses Geschlecht bewohnte einen Wohn- und Wartturm, damals am unteren Ende des Dorfes Gondorf, der mit einem Graben umgeben war.

Die Reste eines römisches Herrschaftssitzes mit Mosaikböden, der noch heute im Erdinnern des Schlossparks in ca. 5-6 m Tiefe im verborgenen liegt, deutet auf einen größeren und sehr alten Besitz in Gondorf hin.

Fast drei Jahrhunderte ist diese Niederburg als eine der ältesten Burgen an der Mosel mit dem Namen des Eifeler Rittergeschlechtes "Phillipp Mul von Ulmen" verbunden.

Als die französischen Revolutionsarmeen 1794/95 die Rheinlande besetzten, wurde auch die Gondorfer Niederburg geplündert und zerstört. In diesem Zustand erwarb der Koblenzer Kaufmann Anton Hasslacher die Ruine mit den Ländereien von den Franzosen. Von diesem wiederum erwarb 1830 der Kaufmann Simon Clemens, ebenfalls ein Koblenzer Bürger, die gesamte Burganlage und vererbte diese seinem Sohn, dem Bankier Johann Peter Clemens.

Der neue Eigentümer ließ in den Jahren 1795-1861 die Burganlage durch den Kölner Kirchenbaumeister Vinzens Stolp zu einem ländlichen Wohnsitz für sich und seine Familie umbauen.

Im Jahre 1879 heiratete Angelika Clemens (1848-1919), Tochter des Johann Peter Clemens, den aus Reichenberg in Böhmen stammenden Freiherrn und Reichsrat Theodor von Liebieg (1840-1891).

Durch diese Verbindung geht die prächtig wiederhergestellte Niederburg mit allen dazugehörigen Gütern in den Besitz diese in Böhmen und Österreich wohlbegüterten Hauses "von Liebieg" über und ist bis auf den heutigen Tag mit dem Namen "Schloss Liebieg" verbunden.

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